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Fachtagung E-Sport und Jugendschutz

»E-Sport wird in Deutschland immer populärer. In Turnieren treten Profi-Teams in Spielen wie ›Counter Strike‹, ›Dota 2‹ oder ›League of Legends‹ gegeneinander an. Zu den E-Sport-Events kommen tausende, vor allem jugendliche Fans. Die Branche verzeichnet große Umsatzsteigerungen.

 

Aber dürfen 14-jährige bei einer Veranstaltung zuschauen, wenn Computerspiele mit einer USK-Freigabe ab 16 Jahren gespielt werden? Ist also ›ein Spiel spielen‹ etwas anderes als ›bei einem Spiel zuschauen‹?«


Am 04. Juni 2017 fand der Fachtag »Guckst Du nur – oder spielst Du schon? E-Sport und Jugendschutz« im LVR Horion-Haus statt. Pädagogische Fachkräfte, Lehrende und Jugendschutzbeauftragte waren dazu eingeladen, theoretische Inputs zum Thema zu erhalten und praktische Erfahrungen zu sammeln, um sich in schulischen und außerschulischen Kontexten mit dem Thema E-Sport zu befassen und Gelerntes umzusetzen. Die Veranstaltung fand in Kooperation der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW / Spieleratgeber NRW mit der AJS NRW und dem LVR-Landesjugendamt statt.


Als theoretische Rahmung diente dabei eine interdisziplinäre Perspektive auf das Thema. Nach einem Einblick der rasant wachsenden Szene des E-Sports durch die Moderator*innen Daniel Heinz (Spieleratgeber-NRW), Matthias Felling (AJS NRW) und Melek Balgün (E-Sport-Reporterin, Social-Media-Managerin), wurde zunächst die Jugendschutzperspektive beleuchtet. Lidia Grashof (Ständige Vertreterin der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK) gab den Besucher*innen einen Einblick in die Vergabe der USK und wie und ob USK-Siegel auf E-Sport Veranstaltungen gelten. Anschließend dozierte Doris Vorloeper-Heinz (AJS NRW) aus der Perspektive des Ordnungsamtes über rechtliche Grundlagen und darüber, in welchem Rahmen E-Sport Veranstaltungen stattfinden. Michael Haenisch (Freaks 4U Gaming) und Christopher Flato (ESL) gaben aus der Perspektive des Anbieters kund, wie der Stand einer Jugendschutzvergabe bei solchen Veranstaltungen ist und wie mehr Klarheit in das Gesamtkonzept geschaffen werden kann. Den Abschluss des Perspektivwechsels machte Daniel Heinz (Spieleratgeber-NRW), indem er über die Chancen des E-Sports in der Jugendhilfe darlegte. Um den besonderen Reiz am E-Sport zu beleuchten, erzählte Maike Groen (TH Köln), gerahmt durch pädagogische Grundlagen, über ihre eigenen Gaming Erfahrungen und vor allem über die Faszination des E-Sports anhand von Fankulturen und den daraus hervorgehenden sozialen, pädagogischen und psychologischen Hintergründen.


Nach einer Mittagspause ging es für die Teilnehmenden in die Praxis: Wer selbst einmal »Call of Duty«, »Rocket League« oder »FIFA« spielen und gegen andere Spieler*innen antreten wollte, kam auf seine Kosten. Diejenigen Teilnehmer*innen, die zwischen der Liveschaltung zur Gruppenrunde von ESL One oder dem Zuschauen eines Streams, lieber bei Themeninseln über Ordnungsfragen, Kommerzialisierung oder über Chancen in der Jugendarbeit diskutieren wollten, konnten dies zusammen mit den Speaker*innen des ersten Veranstaltungsteils angehen.


Ist E-Sport wirklich Sport und ab welchem Alter sollte der Zutritt zu solchen Veranstaltungen gelegt werden? Wie sieht die Umsetzung von E-Sport in Jugendhilfeeinrichtungen aus und ist dies überhaupt möglich? Kann eine Brücke zwischen der Kommerzialisierung und Ehrenamt Zustandekommen, wenn  Veranstalter*innen scheinbar so viel Wert auf die Community legen? Zu all diesen Fragen durften alle Speaker*innen bei einer Abschlussrunde schließlich Rede und Antwort stehen.


Auf der Webseite der AJS kann ebenfalls eine Dokumentation des Fachtags nachgelesen und auf dem YouTube-Channel Statements der Speaker*innen angeschaut werden.